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Der Kammmolch

von Rene, geschrieben am 02. 04. 2011:

Er ist mit fast 20 cm Länge unser größter einheimischer Molch: Der Kammmolch. Und er ist der anspruchsvollste aller einheimischen Molche, da sein Lebensraum gleich mehrere Bedingungen erfüllen muss, die in heutiger Zeit leider immer seltener werden:

Er braucht Gewässer, die permanent Wasser führen, fischfrei sind, und über eine ausgeprägte Flachwasserzone mit Sumpfpflanzenbewuchs verfügen. Dieses Gewässer muss sich in halboffener Landschaft befinden, wobei ein naturnaher Wald mit viel Totholz oder extensiv genutze Flächen geeignet sind.

Doch wo der Kammmolch vorkommt, da kommen auch andere Arten vor, die an und für sich anspruchsloser sind. Auf alle Fälle finden sich auch Teich- und Bergmolch, sowie Gras- und Teichfrosch und die Erdkröte.

Wenn der Winter vorbei ist, und die Temperaturen erstmals über 15°C steigen, und dann der erste warme Regen fällt, kommen sie aus ihren Winterverstecken hervor, und wandern zu ihren Teichen. So mancher Kammmolch, vorallem die unter Dreijährigen haben gar gleich dort überwintert.

Dann zeigen sich die Männchen in den Gewässern mit einem prächtig entwickelten Rückenkamm, der die Tracht der anderen Molche wahrlich in den Schatten stellt. Damit wollen sie den Weibchen imponieren - denn derjenige mit dem schönsten Kamm hat die besten Chancen, sich mit einem Weibchen paaren zu können. Die Kammmolche legen bis zu 300 Eier ab, die das Weibchen mit seinen Hinterfüßen in die Blätter von Wasserpflanzen einrollt.

Der Kammmolch bleibt von allen einheimischen Molchen nach der Laichsaison am Längsten in seinem Gewässer. Die Larven verbleiben sogar meist die ersten drei Jahre nach ihrer Umwandlung dort. Dies ist auch der Grund, warum es wichtig ist, dass diese Gewässer tief genug und groß genug sind, damit sie im Winter nicht bis zum Grund zufrieren, und den Larven bzw. Jungmolchen eine Chance zum Überleben bieten können.

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Bild: Portrait eines Kammmolch-Weibchens


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