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Gnade für die Kreuzotter!

von Rene, geschrieben am 16. 09. 2010:

Von vielen gefürchtet, über Jahrzehnte unerbittlich verfolgt. Nein, einen guten Ruf hat die Kreuzotter fürwahr nicht, denn immerhin ist sie eine Giftschlange. Doch die Chance sie heute anzutreffen ist so wahrscheinlich wie einen Fünfer im Lotto zu ertippen: War die Schlange noch vor 30 Jahren recht häufig, ist sie heute sehr selten geworden. Die Hauptursachen hierfür sind zum einen Verlust des Lebensraumes, zum anderen aber die direkte Verfolgung durch den Menschen. Die Kreuzotter ist in ihrem Bestand stark gefährdet, sie steht in der Roten Liste im Anhang 2.

Doch von jeher wird ihre Gefährlichkeit übertrieben, und es werden ihr Charakterzüge angedichtet, die sie nicht hat. Sie ist weder aggressiv, noch beißt sie ohne Vorwarnung. Wenn man sie zufällig in freier Wildbahn antrifft, so wird sie sich sofort aus dem Staub machen - sofern man sie lässt. Wenn man sich in einem Gebiet befindet, wo die Kreuzotter vorkommt, sollte man beim Pilzesuchen oder Beerenpflücken einige Vorsichtsmaßnahmen beachten. In undurchdringliche Heidelbeersträucher hineinzufassen ist da fahrlässig, es empfiehlt sich, festes Schuhwerk und lange Hosen zu tragen.

Vielen Menschen ist eine Angst vor Schlangen zueigen, die oft von Generation zu Generation vererbt wurde. Aber auch die Bibel und damit das christliche Weltbild, lässt an Schlangen nicht viel Gutes. Und unsere Redewendungen "Falsch wie eine Schlange" oder "mit doppelter Zunge reden", spiegeln diesen Ruf wider. Dabei hatten Schlangen bei uns in früheren Zeiten einen ganz anderen Stellenwert; sie galten als mit der Erdgöttin in besonderer Weise verbunden und waren daher heilig.

Meine persönliche Meinung ist, dass jedes Wesen ein Recht zum Leben hat, was auch das Recht auf Lebensraum beinhaltet. Es gibt einfach keine "guten" oder "bösen" Tiere. Dieses Denken ist tiefstes Mittelalter, und man sollte es zugunsten eines Denkens, welches von Anerkennung und Respekt gegenüber dem Leben geprägt ist, abstreifen. Egal, ob es sich dabei um Wölfe, Bären, Luchse, oder eben unsere Kreuzotter handelt. Damit auch unsere Kinder diese Tiere nicht nur von Fotos oder aus dem Zoo her kennen. Für mich war die Begegnung mit der Kreuzotter jedenfalls eine sehr bewegende Erfahrung.


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