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Eine Chance für die Kreuzkröten

von Rene, geschrieben am 22. 06. 2010:

Bereits seit einem Jahr beobachten wir nun den Bestand der Kreuzkröten am Böhmanger, einer kleinen ehemaligen Sandgrube, die nun mit Erdaushubmassen verfüllt werden soll. Dort stehen überall größere und kleinere Pfützen zwischen den Erdanhäufungen, in denen sich zwischen April und Juni zahlreiche Kreuzkröten einfinden. Etwa 100 m entfernt liegt eine Ausgleichsfläche, die bereits unter Naturschutz gestellt werden soll: Hier sollte ursprünglich ein Sand-Lebensraum entstehen. Da aber mittlerweile Erde durch Ausschwemmung von der Deponie bis zu diesen Sandflächen vorgedrungen ist und sich dort unten auch Feuchtigkeit zu sammeln beginnt, kommt es in Betracht, hier einen Ersatz-Lebensraum für die Kreuzkröte zu erschaffen. Während einer lauen Nacht im Mai konnten wir 20 Tiere auf dem Deponiegelände zählen; da sich jedoch zu einem Zeitpunkt nur etwa ein Fünftel der Gesamtpopulation an den Laichtümpeln befinden, kann man von einer Gesamtgröße von 100 Tieren ausgehen. So werden jetzt ab Ende August, Anfang September künstlich Gräben in diese Landschaft eingearbeitet, in welchen sich dann Wasser sammeln soll. In der stillen Hoffnung, dass die Kreuzkröten dann vom Deponiegelände dorthin abwandern werden. In einigen Pfützen, die dort ohnehin schon stehen, konnten Kaulquappen der Kreuzkröte nachgewiesen werden.

Auch ein erwachsenes Exemplar konnten wir bei einer Begehung zu Gesicht bekommen - allerdings nur für den Bruchteil einer Sekunde.

Wenn die Laichsaison nächstes Jahr beginnt, werden wir wiederum versuchen, jene Tiere, die sich noch auf dem Deponiegelände befinden, vollständig in das Ausgleichsgelände umzusiedeln. Dann hat die Population auch nach vollständiger Verfüllung der Sandgrube eine reale Überlebenschance - und mit ihnen auch Ringelnattern, Teich- und Seefrösche, und sogar ein Biberpärchen, dass aus dem ganz in der Nähe gelegenen Röthenbach in das entstandene Feuchtgebiet eingewandert ist.


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