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Nürnberg

Kreisfreie Stadt

(500.000 Einwohner)

Bilderreihe :
 
Burgturm der Nürnberger Kaiserburg.
Gliederung: Nürnberg umfasste bis 1995 87 Stadtbezirke, welche seitdem zu sieben Bezirken zusammengefasst wurden. Diese Bezirke sind jedoch rein verwaltungstechnischer Natur; und eine Aufzählung aller Stadtteile würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Nürnberg ist nach München die zweitgrößte Stadt in Bayern.
Geschichte: Die erste urkundliche Erwähnung von Norenberc (nuorim = ahd. steinig, felsig) lässt sich auf das Jahr 1050 durch Kaiser Heinrich III. zurückdatieren. Seit dieser Zeit hat Nürnberg auch das Stadt- und Marktrecht. Die Ursprünge der fränkischen Siedlung liegen jedoch noch ca. 200 Jahre früher zurück. Schon 1065 bildete Heinrich IV. aus Nürnberg um den umliegenden Ländereien einen eigenen Verwaltungsbezirk. Im Jahre 1219 ernannte Kaiser Friedrich II. (Barbarossa) Nürnberg zur Freien Reichsstadt. Fortan residierten die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (im Folgenden kurz HRRDN genannt) sehr gerne in Nürnberg, da es - betrachtet man das HRRDN in den Grenzen des 12-14. Jh, ziemlich zentral gelegen war. Durch diesen Umstand der zentralen Lage im Reich, blühte das Handwerk und auch die Künste in Nürnberg auf. Es erlebte besonders in den Jahren zwischen 1470 und 1530 eine Blütezeit. Nach Prag und Köln war Nürnberg jetzt auch die größte Stadt im Reich (1485 wurden in Nürnberg 36.000 Einwohner gezählt, zur selben Zeit hatten Köln und Prag jeweils etwa 40.000 Einwohner). Als eine der wenigen Städte im Reich wurde Nürnberg während des Dreißigjährigen Krieges (1618-48) nicht zerstört, jedoch wirtschaftlich deutlich geschwächt, da sein Umland verwüstet wurde. Auch nach dem Krieg blieb Nürnberg weiter reichsunmittelbar, woran sich bis zur Französischen Revolution auch nichts änderte. In dieser Zeit kam es jedoch zu einem wirtschaftlichen Niedergang in der Stadt, wodurch sich Nürnberg immer mehr verschuldete. 1796 fiel Nürnberg in preußische Verwaltung, 1803 - nach dem Reichsdeputationshauptbeschluss wiederum unabhängig. Napoleon Bonaparte schlug dann 1806 Nürnberg dem reformierten und stark vergrößerten Königreich Bayern zu, was durch den Wiener Kongress 1815 beibehalten wurde. Das Königreich Bayern tilgte nun die Schulden der Stadt auf und machte es wiederum zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum. In der Zeit des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Industrie um Nürnberg herum. 1835 fuhr die erste deutsche Eisenbahn (die Adler) auf einer 6 km langen Strecke zwischen Nürnberg und Fürth (siehe Fürth). Im 20. Jahrhundert folgte durch die Nazis das traurigste und dunkelste Kapitel der Stadt. Nürnberg war schon früh eines der Zentren der NSDAP, welche hier ihre Reichsparteitage abhielt. Trotz dieses Umstands konnte die NSDAP innerhalb Nürnbergs keine Wahl gewinnen, weil es dank der Arbeiterschaft (Industrie) sozialdemokratisch dominiert war. Von 1933 bis 1945 wird Nürnberg zu einer der wichtigsten Städte des Dritten Reichs - hier wurden nun die propagandawirksamen Reichsparteitage abgehalten, und auch die rassistischen Nürnberger Gesetze (Verbot der Eheschließung zwischen Deutschen und Juden) wurden hier erlassen. Sie waren die Grundlage des fortwährenden antisemitischen Terrors der Nazis. Im Januar 1945 wurde die Stadt durch alliierte Bomberangriffe stark zerstört, nach einem viertägigen Kampf im April 1945 beinahe dem Erdboden gleichgemacht. Im Jahre 1946 wurde alsdann wieder Geschichte in Nürnberg geschrieben: Im Justizpalast hielten die Alliierten die  Nürnberger Prozesse gegen die führenden Nazis ab. In der Nachkriegszeit wurde das zerstörte Nürnberg wieder aufgebaut, und viele der historischen Bauten wieder detailgetreu errichtet. Heute ist Nürnberg Zentrum der Metrolpolregion Nürnberg, in welcher 3,5 Millionen Menschen leben.