Suchbegriff:   User: Pass:

Die Mauereidechse

(Podarcis muralis)

Bilderreihe :
 
Mauereidechse (Innenstadt von Passau).
Steckbrief

Gefährdung: Deutschland: RLV, Österreich: RL2, Schweiz: LC

Beschreibung: Die Mauereidechse gehört zu den kleineren Eidechsenarten Deutschlands, Österreichs bzw. der Schweiz. Ihre Kopfrumpflänge beträgt beim Weibchen 10 cm, beim Männchen etwa  8 cm. Der Schwanz wird bis um die  Hälfte länger als die Kopfrumpflänge beträgt. Damit erreicht die Art eine Gesamtlänge von bis zu 25 cm (♀) und 20 cm (♂). Die Färbung der Tiere ist meist braun oder auch graubraun mit einem auffälligen, marmoriertem Muster aus helleren Punkten. Typisch sind die gelb gepunkteten Flanken. In manchen Populationen (z. B. in Passau) treten grüne Männchen auf. Die Unterseite mancher Weibchen kann orange sein, wenngleich sie normalerweise weiß oder gelb gefärbt sind. Die Art unterteilt sich vor allem in Südeuropa in zahlreiche Unterarten, von welchen manche stellenweise auch als eigene Arten gehandelt werden.

Lebensraum: Die Art ist wärmeliebender als etwa die Bergeidechse oder die Zauneidechse. Sie findet sich daher an Ruderalstandorten, die zugleich sonnenexponiert sind, über Buschwerk und loses Geröll (Möglichkeiten zur Eiablage) verfügen. Ihr Verbreitungsgebiet reicht im Norden auf einer Linie von den Kanalinseln über Belgien, südliche Niederlande, Norddeutsche Tiefebene über die Sudeten und Karpaten zur Westküste des Schwarzen Meeres, im Süden von Spanien und Portugal über den gesamten Mittelmeerraum bis an den Kaukasus. In Deutschland findet man sie bis zum Rand der Norddeutschen Tiefebene; der Verbreitungsschwerpunkt liegt allerdings in den wärmeren Gegenden, also Oberrheingraben, Saarland, Donau-, Mosel- und Maintal. In Österreich kommt sie im gesamten Staatsgebiet vor, ebenso in der Schweiz. Sie meidet allerdings Höhen von mehr als 1000 m.

Nahrung: Die Echse ernährt sich hauptsächlich von kleinen Insekten, Spinnen, Asseln und Tausendfüßlern.

Feinde: Hauptfeinde der Mauereidechse im deutschsprachigen Raum sind Ringelnatter, Schlingnatter, Kreuzotter und Greifvögel. Auch von Iltis, Igel und den Marderarten wird sie gelegentlich erbeutet.

Fortpflanzung: Im deutschsprachigen Raum verpaart sich die Mauereidechse zumeist einmal im Jahr (Anfang April), nachdem sie aus der Winterruhe hervorkommt. Sie legt dann Anfang Mai zwischen 2 und 10 Eier in ein sonnenexponiertes Gelege, aus welchen nach etwa 6 Wochen die Jungtiere schlüpfen. In wärmeren Gegenden ihres Verbreitungsgebietes hat sie bis zu drei Gelege pro Jahr.

Besonderes: Die Mauereidechse bildet sehr viele Inselpopulationen auch innerhalb ihres Verbreitungsgebietes. Die größte Population nördlich der Alpen befindet auf dem Gebiet des Züricher Hauptbahnhofs - und ist streng geschützt.