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Die Smaragdeidechsen-Arten

(Lacerta bilineta / viridis)

Bilderreihe :
 
Große, männliche Smaragdeidechse (Valle Verzasca, 2011)

Große, männliche Smaragdeidechse (Valle Verzasca, 2011)

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Steckbrief

Gefährdung: Deutschland: RL1, Österreich: RL2, Schweiz: LC

Beschreibung: Die Smaragdeidechsen-Arten sind die größten einheimischen Eidechsen. Sie erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 40 cm. Die Färbung vor allem der Männchen ist grün, wobei sie auch schwarz und weiß gefärbte Schuppen aufweist. Typisch sind die blaugrün gefärbten Kehlpartien. Bei den Weibchen tritt auf grün bis brauner Grundfärbung ein mehr oder minder deutliches Bändermuster über die Rückenpartie auf. Dadurch kann sie zuweilen mit der kleineren, aber nahe verwandten Zauneidechse verwechselt werden.

Bis vor einigen Jahren hielt man die Smaragdeidechse für eine einzige Art. Mittlerweile haben molekulargenetische Untersuchungen ergeben, dass es sich bei der vermeintlich einheitlichen Spezies um zwei Arten handelt, die als westliche und östliche Smaragdeidechse beschrieben werden. Von der Erscheinung sind aber beide Arte nahezu identisch, bei der östlichen Art sollen die Kehlen der Männchen stärker gefärbt sein.

Lebensraum: Die Art ist sehr wärmeliebend, weswegen sie in Deutschland nur an wenigen, klimatisch begünstigten Standorten vorkommt (Untere Täler von Nahe und Mosel , Mittelrheintal, Lahntal, Kaiserstuhl und einige Donautäler bei Passau). In Österreich findet sie sich im Donautal, im Wiener Becken; in der Schweiz schwerpunktmäßig im Tessin. Sie besiedelt sonnenexponierte Stellen, die neben halboffenen Strukturen auch Felsen oder Berghänge aufweisen. Sie meidet rein steinige Berghänge genauso wie offenes Gelände, wo Versteckmöglichkeiten fehlen.

Nahrung: Die Echse ernährt sich hauptsächlich von Heuschrecken und anderen Insekten.

Feinde: Der natürliche Hauptfeind der Smaragdeidechse ist die Schlingnatter. Daneben wird sie aber auch von Ringel- und Äskulapnatter sowie der Kreuzotter erbeutet. Auch Greifvögel stellen ihr gelentlich nach. Eine besondere Bedrohung geht von streunenden Hauskatzen aus, die generell eine Gefahr für Eidechsenbestände darstellen.

Fortpflanzung: Die Smaragdeidechse verpaart sich nach der Winterstarre im Mai, und legt ihre Eier in selbstgegrabene Höhlen ab. Es schlüpfen nach einigen Wochen bis zu 8 cm große Jungtiere, die denen der Zauneidechse recht ähnlich sind (siehe Bild "subadulte Smaragdeidechse).