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Die Zauneidechse

(Lacerta agilis)

Bilderreihe :
 
Große weibliche Zauneidechse.
Steckbrief

Gefährdung: Deutschland: RL3, Österreich: RL4, Schweiz: VU

Beschreibung: Die Zauneidechse ist nach der Smaragdeidechse die größte Eidechsenart in Deutschland. Sie erreicht bis zu 24 cm Gesamtlänge, meist jedoch um die 20 cm - wobei etwa die Hälfte auf den Schwanz entfallen. Obgleich sie sehr unterschiedlich gemustert sind, ist das "Leiterband" auf dem Rücken doch typisch für die Art. Die Männchen sind an den Flanken grün, die Weibchen braun. Es existieren Populationen, bei welchen beinahe komplett grüne Männchen vorkommen. Die Zauneidechse hat ein wesentlich kräftigeres und plumperes Erscheinungsbild als Mauer- und Bergeidechse, und steht hier den Smaragdeidechsen näher.

Lebensraum: Die Zauneidechse ist wärmeliebender als die Bergeidechse. Sie kommt auf Trockenflächen, an Waldrändern, auf Lichtungen mit niedrigem Bodenbewuchs, aber auch auf Schotterflächen und Berghängen vor. Auch auf Magerwiesen, in Sanddünen bzw. Sandgruben, in Steinbrüchen fühlt sie sich wohl. Wichtig sind ihr einerseits Böschungen oder Steine, unter denen sie sich verkriechen kann und andererseits auch Plätze, wo sie sich sonnen kann. Sehr wichtig sind sonnenexponierte, lockere Erdstellen, in denen die Zauneidechse ihre Eier legen kann. Die Zauneidechse kommt auch gerne in unsere Gärten. Die Zauneidechse kommt in Europa weit verbreitet vor. Ihr Areal erstreckt sich dabei im Westen von der französischen Atlantikküste über ganz Mitteleuropa bis nach Südskandinavien im Norden bis nach Zentralasien im Osten. Im Süden reicht ihr Verbreitungsgebiet entlang einer Linie von den Pyrenäen über Italien nach Griechenland.

Nahrung: Die Zauneidechse bevorzugt Insekten und Spinnen als Nahrung. Kleinere Beutetiere werden von ihr im Ganzen verschlungen, größere - wie etwa Käfer - zunächst zerkaut, und der unverdauliche Chitinpanzer wieder ausgespuckt. Ihre Nahrung ist von Jahreszeit und Habitat abhängig.

Feinde: Die Hauptfeinde der Zauneidechse sind Raubvögel, Marder und unsere einheimischen Schlangen. In der Nähe menschlicher Siedlungen werden die Bestände von freilaufenden Katzen dezimiert. Die Eier der Zauneidechse fallen Laufkäfern und auch Maulwurfsgrillen zum Opfer.

Fortpflanzung: Zauneidechsen paaren sich nach der Winterstarre, welche bei ihnen erst frühestens  April beendet ist. Nach etwa vier Wochen, also meist im Mai oder Juni werden 5 bis 15 weichschalige Eier in eigens gegrabene Erdlöcher - vorzugsweise auf Sandhügeln, oder anderen sonnenexponierten Plätzen, gelegt. Aus jenen schlüpfen dann - je nach Sonneneinstrahlung - zwischen Juli und September die 5 bis 6 cm langen Jungtiere.