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Der Springfrosch

(Rana dalmatina)

Bilderreihe :
 
Springfrosch (Leinburg, Mittelfranken, 2010).
Steckbrief

Gefährdung: Deutschland: RLN, Österreich: RL4, Schweiz: EN

Beschreibung: Der Springfrosch ist mit 6,5 cm (Männchen) bzw. 9 cm (Weibchen) Kopfrumpflänge die kleinste Braunfroschart in Deutschland. Er ist graziler in seinem Erscheinungsbild als Gras- und Moorfrosch, wirkt weniger gedrungen. Generell hat er weniger Zeichnungselemente als der Grasfrosch, wenngleich es auch Springfrösche gibt, die schwarze Fleckchen auf dem Rücken haben. Seine Grundfärbung ist meist rotbraun, typisch sind - wie auch bei Gras- und Moorfrosch - die gebänderten Hinterbeine. Die Schnauze erscheint meist spitz (Grasfrosch: eher rundlich) und die Trommelfelle sind genau so groß wie die Augen. Die Drüsenleiste auf dem Rücken ist nicht sehr stark ausgeprägt und unterbrochen.

Lebensraum: Der Springfrosch besiedelt gerne Laubmischwälder, die von vielen Tümpelchen durchzogen sind und Lichtungen aufweisen, wo er sich gerne sonnt. Er ist wärmeliebender und anspruchsvoller als der Grasfrosch. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Frankreich über Süd- und Mitteldeutschland bis nach Rumänien und ans Schwarze Meer. Nach Norden hin wird das Verbreitungsgebiet immer lückenhafter. So kommt die Art in Deutschland schwerpunktmäßig im Saarland, im Oberrheingraben, Teilen Bayerns, Sachsen, in der Kölner Bucht und in Baden Württemberg vor. Isolierte Vorkommen existieren etwa in der Lüneburger Heide oder auf Rügen.

Nahrung: Springfrösche vertilgen wie alle Amphibienarten in der Hauptsache Würmer, Insekten und Schnecken.

Feinde: Ringelnattern und Wasservögel machen Jagd auf die Tiere, wenn sie sich im Wasser aufhalten. An Land stellen ihnen Kleinsäuger, Raubvögel aber auch Katzen nach.

Fortpflanzung: Die Springfrösche wandern bereits im Herbst zu ihren Laichgewässern, wo sie überwintern. Dadurch sind sie - wenn die Gewässer nach dem Winter auftauen - die ersten Frösche, die mit der Paarung beginnen können. Sie beginnen noch zeitiger als Grasfrösche und Erdkröten mit dem Ablaichen - zuweilen schon Anfang März. Die Springfrösche legen ihren Laich in geringer Wassertiefe ab, jedoch nie an die Oberfläche, aber auch nie auf die Gewässerböden. Außerdem verteilen sie ihre Laichballen weiträumiger voneinander weg, im Gegensatz zum Grasfrosch.

Besonderes: Den Springfrosch kann man mittels der so genannten Fersenprobe von Moor- und Grasfrosch unterscheiden: Biegt man vorsichtig das Hinterbein des Frosches nach vorne, so lässt sich anhand der Lage der Ferse abschätzen, um welchen Braunfrosch es sich dabei handelt: Beim Grasfrosch ist die Ferse stets auf Höhe hinter der Schnauzenspitze, beim Moorfrosch in etwa auf gleicher Höhe, und beim Springfrosch immer deutlich vor der Schnauzenspitze.