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Der Kleine Wasserfrosch

(Rana lessonae)

Bilderreihe :
 
Kleiner Wasserfrosch in einer Pfütze.
Steckbrief

Gefährdung: Deutschland: RLN, Österreich: RL3, Schweiz: VU

Beschreibung: Der Kleine Wasserfrosch ähnelt sehr den beiden anderen Grünfroscharten (Seefrosch und Teichfrosch) in seiner Erscheinung. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von maximal 5,5 cm (♂), bzw. 6,5 cm (♀) ist die Art bedeutend kleiner als die beiden anderen. Die Schallblasen der Männchen sind stets reinweiß (Seefrosch und Teichfrosch haben meist grau anmutende Schallblasen). Die Färbung ist auch weniger kontrastreich und gemustert als bei den anderen beiden Arten. Vor allem während der Paarungszeit (April bis Mai) können die Männchen auch fast einfarbig grün erscheinen. Weiteres wichtiges Merkmal zu den Seefröschen sind die relativ kurzen Schenkel.

Lebensraum: Der Kleine Wasserfrosch ist weniger stark an Gewässer gebunden als Teich- und Seefrosch. So wandert er gerne umher und kann so als Pionier neu entstandene Feucht-Lebensräume besiedeln. Typische natürliche Lebensräume der Art sind Moore innerhalb von Wäldern, langsam fließende Gewässer, Teiche, Tümpel und Seen. Allerdings meidet der Kleine Wasserfrosch große Seen oder Flüsse. Zuwenig Nährstoffe im Wasser mag er genau so wenig, wie zu viele davon. Das Verbreitungsgebiet ist bis heute - dank der nur schwer möglichen Unterscheidung vom Teichfrosch - nicht genau bekannt. Die Verbreitung des Teichfrosches reicht von den Pyrenäen und der Atlantikküste im Westen über ganz Europa, mit Ausnahme Skandinaviens, Spaniens und Süditaliens.

Nahrung: Typisch allen Amphibien verzehrt der Kleine Wasserfrosch Insekten (Käfer, Fliegen, Libellen) und andere kleinere Wirbellose.

Feinde: Die natürlichen Feinde stellen vor allem Wasservögel und Störche dar, daneben machen auch Ringelnattern auf sie Jagd.

Fortpflanzung: Die schwirrenden Rufreihen des Paarungsrufes der Männchen dauern etwa 1,5 Sekunden als sehr schnelle, „gepresste“ Lautfolge. Es werden Laichballen abgesetzt, die grundsätzlich deutlich kleiner sind als bei den Braunfröschen. Die Eier sind oberseits bräunlich, der untere Pol ist hellgelblich gefärbt. Meist ist der Laich zwischen Mitte Mai und Mitte Juni zu finden. Ein Laichballen enthält häufig „nur“ einige hundert Eier. Die Weibchen setzen aber mehrere Eiballen nacheinander ab. Die Eizahl liegt zwischen 600 und 3000, der Eidurchmesser bei 1,5 bis zwei Millimetern. Die Kaulquappen lassen sie - wie oftmals auch die erwachsenen Tiere - nicht sicher von denen des Teich- oder Seefrosches unterscheiden.

Besonderes: Der Gefährdungsstatus der Art ist nicht immer klar. Sie ist wohl stärker auf das Vorhandensein bestimmter Gewässertypen angewiesen, als dies beim Teichfrosch der Fall ist. Andererseits ist der Kleine Wasserfrosch weit weniger spezialisiert und auch weniger ortstreu als der Seefrosch.