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Der Teichmolch

(Triturus vulgaris)

Bilderreihe :
 
Teichmolchmännchen in voller Wassertracht, Untenansicht.
Steckbrief

Gefährdung: Deutschland: RLN, Österreich: RL4, Schweiz: EN

Beschreibung: Der Teichmolch ist mit 5 bis 10 cm Körper-Länge unser kleinster einheimischer Schwanzlurch. Zusammen mit dem Bergmolch ist er die am häufigsten vorkommende Molchart in Mitteleuropa. Gleich den anderen Molcharten der Gattung Triturus zeigen sich die Tiere in einer Wasser- und einer Landtracht, wobei letztere unscheinbar ist, und sich die beiden Geschlechter sichtlich nicht stark voneinander unterscheiden. Gleich nach Ende der Winterstarre - mitunter schon ab Ende Februar - beginnen die Tiere zu ihren Laichgewässern zu wandern, aus welchen sie selber als Jungtiere an Land gestiegen sind. Teichmolche gehören also gleich den Bergmolchen, Kammmolchen, Fadenmolchen, Erdkröten und den drei Braunfroscharten zu den ortstreuen einheimischen Amphibienarten (was streng genommen nicht ganz korrekt ist: Ca. 10% der Tiere einer Population wandern irgendwann im Laufe ihres Lebens in fremde Areale ab. Damit wird zum einen der Genpool aufgefrischt, und zum anderen sichergestellt, dass sich die Art weiter ausbreiten kann). Die Männchen bilden in ihrer Wassertracht einen gewellten, schönen Rückenkamm aus. Sie haben in dieser Zeit auch auffallend orange-schwarz gefleckte Bäuche.

Lebensraum: Der Teichmolch bevorzugt im Gegensatz zu Berg- und Fadenmolch halboffene bis offene Landschaften (Feucht- oder Waldwiesen), während er dichte Wälder meidet. Er kommt auch in den Gärten vor, wo er sich gerne unter Brettern und Steinen versteckt. Der Teichmolch ist fast über ganz Europa verbreitet, er fehlt nördlich des Polarkreises und auf Island. Auf der Iberischen Halbinsel (Spanien, Portugal), Südfrankreich, den Balearen und Süditalien fehlt er ebenfalls.

Nahrung: Gleich allen Amphibien frisst auch der Teichmolch alles, was er überwältigen kann. An Land vertilgt er daher allerlei Insekten, kleine Schnecken und Spinnen. Im Wasser fängt er Kaulquappen und Molchlarven - auch der eigenen Art.

Feinde: Im Wasser wird der Teichmolch und seine Larven von größeren Fischen (Forellen, Hechte), dem Gelbrandkäfer und der Ringelnatter gejagt und gefressen. Auf dem Lande fallen die Molche Sing- und Raubvögeln, Igeln, Iltissen, Mardern und Katzen zum Opfer.

Fortpflanzung: siehe Bergmolch.